--- PRESSE zu "Die Show der 1000 Wunder" ---  
     
 
Wunder ohne Ende

Die “Show der 1000 Wunder” nennt der Kabarettist O. Lendl sein jüngstes Programm, mit dem sich der “Rasende Roland” der Mimik im Grazer Theatercafé auf die Spuren von Charles Darwin begibt. Parallel zur Vita des Stars der Show, Martin P., Manager des Jahres, wird auch die Evolutionsgeschichte der Menschheit erzählt.
Vom Neandertaler bis zum Homo medialus interruptus penetrantus:
eine Kategorie von Menschen, die vor allem durch permanente mediale Präsenz begeistert und durch Lugners, Schillers, Heinzls, Bambis und Katzis würdig repräsentiert wird.
Mit seiner Zeitmaschine rudert O. Lendl durch die Urgeschichte wie auch durch die Zukunft. Dabei öffnet er dem Publikum die vor Lachen tränenden Augen, referiert über Sprache, Tradition, Arbeitswelt
und Kunst - auch Kleinkunst.
Dass er am Ende seinen Martin P. einen zeitgemäßen “McTod” sterben lässt, passt sowohl zum Manager als auch zum schrägen Humor eines O. Lendl.
Eine dynamische Show voller Pointen, bei der wie immer das
Tempo die Schrittweise bestimmt.

Gerd Heide
Steirerkrone, 01. 2011

 
 
 
 
Das Wunder Mensch von der Urzeit bis Heute

“Da den Menschen zwischen Geburt und Tod so fad ist machen sie die tollsten und schrecklichsten Dinge”, erzählt O. Lendl - und das alles kommt in seinem neuen Programm vor, die Geschichte der Wissenschaft, Kultur, Medien und der Mensch - das Leben vom Baby bis ins hohe Alter. Der Wahlsteirer nimmt sich wirklich viel vor für dieses Programm und der Kabarettist der 1000 Gesichter und 1000 Gesten zeigt auf der Bühne wieder totalen Körpereinsatz, dem Premierenpublikum im Grazer Theatercafé hat es gefallen, so meinten die begeisterten Zuschauaer nach der Show zum Beispiel: “Vollster Körpereinsatz, das würde man sich von unseren Sportlern auch wünschen!”, oder: “Beeindruckend war vor allem die Show, die er abgezogen hat, und die Mimik und die Gestik, die sind unschlagbar!”

Eva Pöttler,
ORF Radio Steiermark, 01. 2011

 
 
 
 
Wunderliches von der Spezies Mensch

Ob als Zappelkasper oder stoischer Langweiler, Olivier Lendl durchforstet das Wesen Mensch in seinem neuen Programm
“Die Show der 1000 Wunder”.
GRAZ.Von der Evolution über Sprache bis zum Schauspiel nimmt der Meister des Grimassierens alle Wunderlichkeiten der Spezies ins Visier.
Zukunftsvisionen wie Job-Rationalisierung als Casting-Show oder feierliche Handy-Verträge, weil die “länger halten als Ehe-Verträge”,
amüsieren ebenso wie “Mensch und Kunst”: “Wer braucht schon Hamlet, wenn er den Winzerkönig schauen kann?”

Elisabeht Willgruber-Spitz,
Kleine Zeitung, 01. 2011

 
 
 
 
Vom Menschenaffen zum iPhone-Dummie

Nichts Geringeres als eine Zeitreise durch die gesamte Mensch­heitsgeschichte hat sich O. Lenld in seiner “Show der 1000 Wunder” vorgenommen. Er verwechselt Neandertaler mit Fußballfans, begleitet Jäger, die sich zu Sammlern umschulen lassen (tricky: das Unterscheiden zwischen essbaren und halluzinogenen Pflanzen!) und zieht den tierischen Bogen vom Menschenaffen bis hin zu Baumeister Lugner mit Katzi, Bami und Amöbi.

Dazwischen werden lehrreiche “Fernsehbeiträge” eingespielt: Eine Stimme kommt vom Band, Lendl übersetzt mit vollem Körpereinsatz. Die Mimik kommt zwar etwas platt daher, aber die Pointen sitzen, die Beobachtungen zur Gattung Mensch sind gut getroffen und höchst unterhaltsam.

Valerie Kattenfeld,
Falter, 02.2011

 
 
 
     
  --- PRESSE zu "Auf gute Nachbarschaft" ---  
     
 
Grotesk und geistreich: Von Nazi-Witwen und Nebelhörnern

Hallo, Pumpgun!
Lendl zieht um. Die alte Wohnung war bäh, die neue wird bestimmt total hui. Kein 60er-Jahre-Neubau („Innen: früher Resopal. Und außen: Ceausescu-Barock“), sondern ganz im Gegenteil: gediegener Altbau – mit zugigen Fenstern und knarrendem Parkett. Hauptsache kinderfreundlich! Lendl ist nämlich neugeborener Vater. Und Sohn Raphael ist im Nebenberuf Nebelhorn. Da kann es schon mal vorkommen, dass sich die Heavy-Metal-Band im Probenkeller gestört fühlt. Also gilt es, die neue Nachbarschaft prophylaktisch zu kalmieren.

Sein Streifzug durch die hauseigene Parteienlandschaft wird von Tür zu Tür immer mehr zu einem mit zahlreichen unverhofften Begegnungen gespickten Abenteuer-Ausflug: Die zuvorkommende Hofratswitwe entpuppt sich als schwer neurotische Nazi-Seniorin, der ehrenwerte Dr. Seidenberg als Paranoiker der unberechenbarsten Sorte und das vermeintlich notgeile Flittchen mit stündlich wechselndem Herrenbesuch als fleißige Nachhilfe-Lehrerin.

Das ehrenwerte, alte Haus beherbergt eine groteske Mischung merkwürdiger Mitmenschen, die allesamt von Lendl exakt karikiert und mit beeindruckender Intensität verkörpert werden. Eingeflochten in die wie immer mit bemerkenswerter Körper- und Gesichts-Komik angereicherte Präsentation dieser originell gezeichneten Figuren hat er u.a. seine frischen Erfahrungen mit der Aufzucht und Hege von Kleinkindern – und mit übervorsichtigen Elternteilen, die auch Zwergpudel im Park sicherheitshalber zuerst erschießen, bevor sie ihre Kinder sie streicheln lassen. Seinem Sohn stellt er dafür eine tröstliche Entwicklung in Aussicht: Im „RTL-Dschungelcamp“ der Zukunft müssen keine Promis mehr grausliche Tiere essen – sondern die Tiere grausliche Promis!

Als leidenschaftlicher Film-Fan hat er auch noch andere Ausflüge in die Welt der Fernseh- und Kino-Unterhaltung eingeplant. Diesmal verirren sich Theo Lingens und Hans Moser in ein Splatter-Movie – aus „Hallo, Dienstmann“ wird „Hallo, Pumpgun“ – und die Helden des Horror-Genres in diverse Heimatfilme. Graf Dracula in der Steiermark und Frankenstein in der Großfeldsiedlung bieten unvergesslich amüsante Erlebnisse.

Als MacGuffin und Pausen-Cliffhanger – um im Film-Jargon zu bleiben – dient Lendl einmal mehr ein verbotener, unheimlicher Raum. Diesmal ist es die Wohnung Nr. 6 im 3. Stock, vor deren Betreten er schon im Mietvertrag für seine Wohnung ausdrücklich gewarnt wird. Und obwohl das vermeintliche Grauen, das sie birgt, nur ganz beiläufig und betont unpointiert erwähnt wird, gelingt es Lendl damit, in seine etwas oberflächlich daherkommenden Handlung eine zweite Ebene einzuziehen, die keine weiteren Erläuterungen bedarf, um ihre epische Dramatik zwischen den Zeilen zu entfalten. Ein präziser Kunstgriff, mit dem es ihm nebenbei auch noch gelingt, eine kleine, private Botschaft zu vermitteln.

Es wäre unfair, sich von dem stilistischen Ausnahme-Komiker O. Lendl in seinem bereits achten Soloprogramm (Regie: Wolfgang Müllner) plötzlich eine sensationelle Weiterentwicklung
zu erwarten. Lendl bietet dafür seit Jahren konstante Qualität. Mit „Auf gute Nachbarschaft“
ist ihm aber vor allem dank etlicher kurioser Einfälle, geistreicher Pointen und der überraschenden Hintergründigkeit wieder ein besonders bemerkenswertes Kleinkunststück gelungen.

Peter Blau
kabarett.at, 02.2007

 
 
 
 
Chaos ist machbar, lieber Herr Nachbar

Die ewig gestrige Frau Hofrat und ihr verräterischer Papagei, der vom Terrorwahn befallene Herr Doktor, die Studentin und ihre Herrenbesuche: Im Altbau ist die Hölle los, besonder für Olivier Lendl, der gerade mit Frau und Sirene namens Kleinkind eingezogen ist.
“Auf gute Nachbarschaft” öffnet absurd und ebenso haarsträubend die Pforten zu den Abgründen der Hausbewohner. Eine runde, dichte Geschichte, in der der Vollblut-Kabarettist in Mimik, Ton und als grandioser Parodist von Rühmann, Moser, Schenk & Co. aufblüht und das Publikum im Grazer Theatercafé mitwirbelt.

Elisabeht Willgruber-Spitz,
Kleine Zeitung, 03.2007

 
 
 
 
Die ganz normalen Monster-Nachbarn

Wer kennt sie nicht, die lieben Nachbarn? Aber wohl kaum einer kennt sie so gut wie O. Lendl, der Meister der Grimassen und Verrenkungen. “Auf gute Nachbarschaft” heißt folglich sein neues Programm, das derzeit im Grazer Theatercafé zu erleben ist.
Als “gelernter Berufsneurotiker” mit einer guten Portion Verfolgungswahn lässt er seine neuen Mitbewohner wie Monster aus den Höhlen kriechen. Und da müssen schon mal die Kettensäge oder das Messer ran.
Das Publikum dankte für eine sehr unterhaltsame Graz-Premiere mit lang anhaltendem Applaus und vier eingeforderten Zugaben.

Kronen Zeitung, 03.2007

 
 
 
 
Live dabeigewesen

Wenn Olivier Lendl aus familienexpansiven Gründen eine neue Bleibe für sich und seine nun auch mit Söhnchen Raphael gesegnete Family sucht, dann sieht er es als wohlerzogener Staatsbürger sehr wohl als seine selbstverständliche Pflicht an, so bald wie möglich die obligate Runde zu den Nachbarn zu machen. Und Lendl wäre nicht Lendl, wenn sich diese nicht als bestens besetzte Testimonials genau jener Typen entpuppen würden, die man als ruheliebender Nachbar eben NICHT als solche haben möchte.

Die Frau Hofrat mit dem etwas zu stark aufgetragenem Rouge zum Beispiel, die irgendwie immer noch im Nazi-Schein das glorifizierte Heil sucht. Das Fräulein Brigitte, die angebliche Studentin mit der exzessiven Männerbesuchsfrequenz. Oder den leicht paranoiden Dr. Seidenberg, der hinter jedem und allem Abgesandte der Al Quaida vermutet. Lendls Nachbarwohnungen beherbergen jedoch nicht nur Schrullis aller Art, sondern durchaus auch dunkle Geheimnisse, wie eben die Wohnung Nummer 6 oben im 3. Stock, über die Lendl bereits im Mietvertrag ein ausdrückliches Betretungsverbot mit unterschreiben musste.

Wen wundert’s also, dass Lendl samt Frau Martina bereits in den ersten Tagen in der neuen Altbauwohnung mit den zugigen Fenstern und dem knarrenden Parkettboden in eine gestandene
nervliche Schräglage eintauchen, die permanent am Rande des Wahnsinns hinzufallen droht. Da werden die Fernsehabende harmloser deutsch-österreichischer Spielfilmchen wie “Quax der Bruchpilot” oder “Hallo Dienstmann” zu nervenzerreissenden Splattermovies, da werden Heinz Rühmann und Hans Moser genau so zu Serienkiller wie Stan Laurel & Oliver Hardy.

Wir erfahren kulturhistorische Sensationen wie zum Beispiel jene, dass Bram Stroker seinen Graf Dracula ursprünglich in der Steiermark angesiedelt hatte, dass Ottfried Fischers Karriere als mißglückter Smilie-Proband begann, dass Frankensteins Urheimat eigentlich die Wiener Großfeldsiedlung war, dass die ersten Werwolfsichtungen in Tirol waren, King Kong in St. Pölten lebte und Dr. Jekyll & Mr. Hyde echte Kärntner waren.

Wir erfahren aber auch, dass die Lendls selbst alles andere als Herzeigenachbarn sind, dass Söhnchen Raphael ein dermaßen lautes Organ besitzt, vor dem sogar im Keller probende Heavy-Metal-Bands resignieren. Aber: Zum Glück gibt es ja das sich ebenfalls im Haus befindliche “Schnitzl-Fritzl”. Dort ist gut Geburtstag feiern. Wenn es nur nicht andauernd so nach Akrolein stinken würde...

Olivier Lendl, vor der Premiere verständlicherweise etwas unentspannt, legte mit “Auf gute Nachbarschaft” ein vielschichtiges, geistreiches, witziges und sauber pointiertes Werk vor, das - wie viele seiner bisherigen Programme - neben der frischsaftigen Wortgewalt samt eng damit verbundener feingeschliffene Typenkunde Lendls vor allem von seiner schier unerschöpflichen
Physiognomie-Strapazafähigkeit lebt. Da mag die Handlung ruhig etwas zu kurz kommen - “Gemma Lendl schauen!” bleibt auch nach diesem Programm ein kabarettistisches Qualitätszertifikat.

Willy Zwerger
Klein&Kunst Onlein, 02.2007

 
 
 
 
O. Lendl zieht um
Wohnhaft Freitaggasse 13

Es ist so weit: O. Lendl zieht samt Frau und Kleinkind um. Die alte Wohnung lässt er hinter sich, die Probleme mit dem neuen Heim hat er noch vor sich. “Auf gute Nachbarschaft” nennt Lendl sein 8. Programm, das er vor kurzem im Kabarett Niedermair in Wien vorstellte.

In seinem neuen Solo lässt der Kabarettist mit weithin bekannter Vorliebe für Slapstick seinen Antihelden in ein seltsames Haus übersiedeln, in ein neues Ambiente, in dem er mühevoll das Wohlwollen ziemlich schräger Nachbarn zu erringen sucht. Freitaggasse 13 lautet die neue Anschrift,
mit der die Kalamitäten vorprogrammiert scheinen.

Vom Scheitern und Schauern
Gleich zu Beginn seines Leidensweges lernt Lendls Bühnenfigur die Heavy-Metal-Band des Hauses kennen. Die schweren Jungs fühlen sich durch das Geschrei des Juniors beim Proben gestört. Gute Aussichten!

Olivier Lendl - im ganz normalen Leben bereits zweifacher Vater - stellt auf der Bühne eindringlich
dar, wie sein Antiheld von Sohn Raphael auf Trab gehalten wird. Der übervorsichtige Jungelternteil zieht nun aus, um seine Nachbarschaft auf die Stimmgewalt des Stammhalters vorzubereiten. Ausgerüstet mit Geschenkskörben, die drei Bananen und Schokolade für die Nerven beinhalten, macht sich Lendl auf die Wanderschaft, um die Bewohnerinnen und Bewohner der unmittelbaren angrenzenden Wohnungen kennen zu lernen. Kaum ist die eigene Tür ins Schloss gefallen, bietet sich dem ahnungslosen Neumieter ein schauerliches Panoptikum an merkwürdigen Gestalten, die mit ihm ein Stockwerk teilen.

Das Leben - ein Albtraum
Neben der vordergründig netten und politisch ewig-gestrigen Hofratswitwe und dem paranoiden
Dr. Seidenberg lebt unter anderen noch eine Studentin von angeblich zweifelhaftem Ruf in der Nachbarschaft. Im dritten Stockwerk, auf Nummer 6, in der Wohnung, die im Haus als verbotenes
Reich gehandelt wird, hält sich Jussuf auf. Den wiederum lernt O. Lendls Figur kennen, als er panisch nach Sohn Raphael sucht. Letztendlich findet er den Knaben im Hof spielend - mit Jussuf. Das Leben - ein Albtraum, zumindest in der von O. Lendl erdachten Freitaggasse 13, wo Vorurteile, Ausländerfeindlichkeit, Paranoia und Unbehaglichkeit tonangebend scheinen.

Konsequent scheitern
Ein unheimlicher Raum, den O. Lendl in seinem achten Solo eröffnet. Mit viel Gefühl für die abgründigen Wesenszüge scheinbar harmloser Zeitgenossen, zeichnet der Kabarettist einen Kosmos, den man sich nicht unbedingt in der unmittelbaren Nachbarschaft wünscht. Den Ängsten seiner Figuren und den Stimmungen verleiht O. Lendl vor allem durch seinen bemerkenswerten Körpereinsatz entsprechende Ausdruckskraft. Manchmal durch große Gesten, manchmal aber auch nur mit seiner Stimme oder durch eindrucksvolle Mimik, karikiert er das Leben im 13er-Haus der Freitaggasse.

Dass O. Lendl dabei altbekannte Kunstgriffe anwendet, über die man schon in vorangegangenen Programmen lachen durfte, hat wohl zwei Ursachen: Zum einen sind Slapstick und Elemente des Comics immer wieder wesentliche Transportmittel seiner komischen Geschichten, und zum anderen zeigt O. Lendl in seinen Programmen zumeist Verlierer, die nicht immer lustvoll, aber immerhin konsequent scheitern.

Schottisches
Wie sich O. Lendls Jungeltern wie -mieter in der Freitaggasse 13 einleben, warum die Wohnung im dritten Stock verboten ist und ob Sohn Raphael manchmal auch schläft, dass wollen wir an dieser Stelle noch nicht verraten. Was wir von ihm aber wissen wollten ist, wo der Künstler privat wohnt: “Ich wohne in einem schottischen Schloss, nebst Moor und Werwölfen, danke Leben!”

Silvia Lahner
Ö1, 02.2007

 
 
 
 
O. Lendl lacht sich tot

Meist haben Kabarettisten die immer gleichen Vorlieben:
Politik, Trendsportarten, Pseudosuperstars ...

Nicht so O. Lendl, Gewinner des ersten “Goldenen Kleinkunstnagels”. “Auf gute Nachbarschaft”
heißt sein Programm im Niedermair: Den Rahmen stecken das traute Heim (neue Altbauwohnung), Frau und Kind ab.

Das Opening bestreitet Lendl mit Witzeleien, aber auch mit ironischer Poesie. In lyrisch-nachdenkliche
Worte kleidet er den weiblichen Part. Und Satire und Wirklichkeit liegen näher beieinander, als man erwartet: eine Realität, in der es Pointen hagelt.

Seine Sprach- und Körperchoreografie ist pointiert, Witze wie Klischees sorgen für Komik. Und Lendl zeigt da etwas, das überzeugt: einen eigenwilligen Stil, gepaart mit Können und Ausstrahlung! Man fühlt sich bei ihm vom Dauergrinsen zu Lachsalven und zum Totlachen geführt.

Florian Krenstetter
Kronen Zeitung, 02.2007

 
 
 
 
Gespenster gibt’s genug

Olivier Lendl stellte am Samstag im Stand Up Club in Fischamend, sein neuestes Programm in bewährter Kabarett-Manier auf die Füße.

Gequält von seinen paranoiden Gedanken, hofft Lendl nach echt schrägem Umzug mit der “Freigängerfirma” doch noch “Auf gute Nachbarschaft” in einem Haus mit verbotenen Räumen und völlig “normalen” Bewohnern.

Und seine Sorgen und Ängste als Familienvater machen ihm dies nicht gerade leichter.

Viel Tempo, Mimik
und Körpereinsatz


Viele gute Gedanken, kluge Formulierungen werden hier mit manchmal vielleicht zuviel Druck, aber mit sehr hohem Tempo, ins Publikum geschickt. Auf bereits bekannte Lendl’sche Art werden auch hier die Texte gekonnt mit Körpersprache und Mimik unterstrichen.

Aber nicht nur Lachen ist angesagt. Für einen Sekundenbruchteil lässt Olivier Lendl in absoluter Stille den Atem anhalten und macht betroffen.

Nur nicht paranoid werden
- die Geister, die ich rief ...

Ein gut durchdachtes Programm, das auf den Beobachtungen des Künstlers beruht, zur Zeit in einer Welt, aufgeheizt, mit Angst, zu leben - den Menschen wird viel Angst gemacht – teileweise
berechtigt, teilweise unberechtigt. Und diese Angst wird auch sehr benutzt.

Die Idee des Programms, es gibt schlimme Sachen auf der Welt, aber man sollte dadurch nicht paranoid werden, und einen klaren Blick behalten, geht voll auf.

Renate Becke
Niederösterreichische Nachrichten, 02.2007

 
 
 
     
  --- PRESSE zu "Verlierer sind sexy" ---  
     
 
Comic-Trip auf
schrägen Pfaden

Wie sexy Verlierer nun wirklich sind, bleibt dem Puplikum in Olivier Lendls jüngstem Programm ein Geheimnis. Stattdessen flüchtet der vermeintliche Feuerteufel von Favoriten aus Wien aufs Land, macht Halt bei Gott und Bierweihe, Tod und Teufel, karikiert die Typen von nebenan und entführt im Grazer Theatercafe zu einem kurzweiligen Ausflug in die sumpfigen Biotope österreichischer Mentalität.

Ein zündender Comic-Trip auf schrägen Pfaden, mit Blasrohr im Anschlag und schamlosen Treffern. Von Jelinek-Vermarktung im hintersten Winkel
über Hitler-Faschismus (weil bei ihm nicht geraucht werden durfte) bis zum Kinderglück, zupft der frisch gebackene Vater und charmante Comicer in "Verlierer sind sexy!" manches Lachgras am Wegesrand. Originell, provokant, dicht durchdacht.

EWS
Kleine Zeitung, 28.10.2005

 
 
 
 
Auf der Flucht

Auch in seinem aktuellen Programm "Verlierer sind sexy" bringt es O.Lendl abermals fertig, ein Kabarettprogramm in ein turbulentes zeichentrickfilmartiges Spaß-Chaos zu verwandeln.
Auf der Flucht vor dem "Feuerteufel von Favoriten" wirbelt er durch das Grazer Theatercafe und kann mit uneingeschränkten Überhöhungen der Geschichte und ihrer Figuren bestens unterhalten.

TS
Kronen Zeitung, 28.10.2005

 
 
 
     
  --- PRESSE zu O.Lendl 6 - Switch ---  
     
 
Slapstick-Satire vom Feinsten - O. Lendl mit "6"

Jeder Charade-Spieler würde sich einen Partner wie Olivier Lendl wünschen. Ist er doch fähig, wie kaum ein anderer, allein durch Mimik und Gestik die banalsten Dinge zu spielen und die trivialsten Alltagssituationen allein mit seiner Körpersprache zu persiflieren. Peter Blau bezeichnete ihn als den wohl besten Slapstick-Satiriker Österreichs - und das ist bestimmt nicht übertrieben.

In seinem sechsten Soloprogramm seit 1995 erzählt der in Favoriten aufgewachsene Halbfranzose (deshalb Olivier - nicht Oliver) vom typisch österreichischen Amt mit kafkaesken Gängen, wo jede Menge Lemuren herum laufen und eine endlose Warteschlange von Skeletten darauf wartet den von Gott bestimmten Beamten ihr Anliegen vorzubringen. Wie sich später herausstellt, muss er zuerst in die Rolle eines Japaners schlüpfen um einen österreichischen Pass zu ergattern. Dass dies allerlei Hürden und Prüfungen zur Folge hat liegt klar auf der Hand. Der Bogen spannt sich von einer echten österreichischen Volkssage und gelebten faschistoiden Rassismus, von der Unterstützung der heimischen Spitzengastronomie und dem Erlernen inländischer Gepflogenheiten einschließlich Trinkrituale am Würstelstand, dem "Tun sie sich was Gutes" bis hin zum feierlichen Begehen von Feiertagen wie Leopoldi, Allerseelen oder Halloween.

Dabei bleibt die heimische Society ebenso nicht verschont wie die skurrile Medienlandschaft Österreichs - Boulevard, aus einem bissigen Seitenblick betrachtet. Richard Lugner überrascht am Opernball mit Marylin Manson und Johannes Heester verspricht beim Künstlerdefiliee dass er 300 Jahre alt wird. Genial ist seine Otto Schenk-Parodie am Eislaufplatz, wo dieser plötzlich einen Zauberstab aus seinem Strumpfbandgürtel holt und über das Leben philosophiert. Darüber hinaus kennt er keine Moral wenn er am Sonntag € 100,- in den Zeitungsstand der Krone schiebt und keine Zeitung heraus nimmt. Barbara Rett outet O. Lendl als Extremsportler und Radikalgeist und bestätigt, dass sein letztes Programm hohe Wellen geschlagen hat in Loipersdorf.

Auch wenn es vielleicht vorerst nur ein Traum ist, dass er (kommerziell) so erfolgreich ist, dass er die komplette Stadthalle ausverkauft, wer weiß, was alles noch kommen kann!

Dieter Rath
Mostviertel Basar, 03.02.2004

 
 
 
 
O. Lendl ringt als Sumo-Ringer um die Staatsbürgerschaft

Unterhaltsame Hoch­geschwindigkeits-­Identitäts­krise in der Kulisse

Eine unterhaltsame Hochgeschwindigkeits-Identitätskrise präsentiert derzeit Kabarettist O(livier) Lendl. Ein Fehler eines überfreundlichen Passamtsbeamten kostet ihm im neuen Programm O.Lendl 6 switch seine österreichische Staatsbürgerschaft.

Der 68er-Jahrgang und staatlich geprüfte Schauspieler verwandelt sich kafkaesk in den motorisch eingeschränkten japanischen Sumo-Ringer Yokosuna Megashira. Fortan muss er - um das Dokument zurückzubekommen - in heiteren Aufgaben beweisen, dass er die hierzulande üblichen Umgangsformen beherrscht:

So führt der Kabarettist an (österreichische) Abgründe: trinksüchtige Jugendliche, bomberjackentragende Schlägern, koksende "High" Society - gespickt mit lebhaften Imitationen heimischer Prominenz: Vera Russwurm (wie originell!) oder Otto Schenk. Sein Schmäh - nur an der Oberfläche seicht - ist versteckt bissig: Er spart nicht an unsubtilen Gemeinheiten.

Die Resozialisation zum Österreicher führt durch Bierexzesse am Würstelstand über den unmöglichen Linkswalzer bis in die Spitzengastronomie (Cola Rot im Steirereck).

Heiß-kalte Abendunterhaltung, in der Lendl seine beeindruckende Mimik fast überbeansprucht. Oft wird es zum (wenn auch nicht schlechten) Ein-Mann-Kasperltheater. Den Höhepunkt serviert er als Zugabe - einen Tipp zum Bewerbungsgespräch von der Kassette: "Treten Sie festen Schrittes auf (...) aber nicht so, als wollten Sie in Polen einmarschieren!"

Durch das "sehr kritische" Programm rannte O. Lendl mit Höchstgeschwindigkeit - als wollte er schnell nach Hause. Dorthin nahm das Publikum viele Lacher mit

jam
Der Standard, 03.02.2004

 
 
 
     
  --- PRESSE ---  
 
Lendl kommt gänzlich ohne anbiedernde Showeffekthaschereien oder prätentiös-plakatives Pointensetzen aus. Er beherrscht die hohe Kunst der kleinen, präzisen Gesten und Geräusche mit großen Wirkungen. Olivier Lendl ist verkörperte Comic-Kultur. Die mitleiderregende Tolpatschigkeit eines Donald Duck, die anarchischen Hemmungslosigkeit von Clever & Smart, die tiefen Einsichten von Calvin & Hobbes und die aberwitzig absurde Phantasie von Gary Larson kombiniert er mit seinem Gespür für effektvolle Alltags-Satiren und seiner Fähigkeit zu erstaunlichen Slapstick-Eskapaden. Große Kleinkunst-Klasse.

Der Standard, Wien

 
 
 
 
Er kann ein Vulkan sein. Oder "Der weiße Hai". Oder auch gleich ein ganzes Cineplex. Er macht wie das Meer macht. Er spielt eine Schiebetür. Oder die Pest. Er verbiegt sich, zerdehnt sich und kann - grob geschätzt - 10 000 Gesichter machen. Ein Gedankenakrobat, Ganzkörperclown, Situationenherbeizauberer... zauberhafte Possen, und ulkige Humoresken... ein großes Talent... man könnte sich fast ängstigen, daß er sich eines Tages selbst an die Wand spielen wird.

Kurier, Wien

 
 
 
 
Der Kabarett-Clown erzählt einfach, abstruse Alltagsgeschichten, mit Ganzkörpereinsatz inklusive hervortretenden Adern, die man einzeln abzählen kann. lose, aber dennoch dramaturgisch geschickt als gesteigerte Abstrusitäten miteinander verknüpfte Nummern..., 1a-Parodien und Stand-Ups.

Süddeutsche Zeitung

 
 
 
 
O. Lendls Bilder sind in den meisten Fällen grell, bunt, lautstark und bewegen sich in rasanter Geschwindigkeit über die Bühne... niemals ist er in seinen Programmen um eine skurrile Wendung oder eine unerwartete Pointe verlegen.

ORF.ON (Kultur)

 
 
 
 
Außergewöhnliches Talent... phänomenaler Allrounder... unvergleichlicher Charme... Lendl besticht verbal als grandioser Sprechtechniker und inszeniert mental humoristische Höhenflüge mit Tiefgang.

Kleine Zeitung, Graz

 
 
 
 
Wiener Meister der Stand-up-Comedy... Szene auf Szene läßt er seinen Alltag zum Drama werden. Einziges Requisit Körper, mit dem er cartoonhaft pointierend Mensch und Tier moduliert.

Aachener Zeitung

 
 
 
 
Kabarett der Sonderklasse... Lendls Welt ist nicht nur Hirngespinst, sondern skurrile, irrwitzige, bittere und zwerchfellerschütternde Wahrheit. Seine Szenen sind einfühlsame Porträts von Menschen und Situationen - hinter der Fassade knallbunter Stand-up-Sketche.

Nürnberger Nachrichten


 
 
 
 
Das O steht für Olivier, könnte aber auch für Oscar stehen – für den besten Zeichentrickfilm. Eine Ein-Mann-Multimedia-Show.

Mittelbayerische Zeitung, Regensburg

 
 
 
 
...unnachahmliche Parodien und Alltagssatiren ... von der Presse gefeiert... bestechender Körpereinsatz...

profil, Wien